
Vom 28. Februar bis zum 2. März 2025 durfte unsere Mission in Frankfurt (Oder) eine besondere Besuchergruppe willkommen heißen: Eine Gruppe junger Studierender aus dem diözesanen Studentenwohnheim « ARKA » in Warschau, begleitet von ihrem Seelsorger ks. Pawel. Schon von Beginn an war spürbar: Diese Begegnung war mehr als nur ein Austausch – die jungen Studierenden fühlten sich von Anfang an gleich wie in einer Familie zu Hause.
Der Kontakt entstand dank der Tochter unserer verheirateten Missionare Krzysia und Frank Grelka, die die Gruppe auch die ganze Zeit begleiteten.
Berlin: Begegnung mit Geschichte und Berufung
Am Samstag führte der Weg nach Berlin. Ein Besuch im Bundestag brachte ihnen die deutsche Geschichte und Politik näher. Danach genossen sie einen echten Berliner Klassiker: einen Döner. Doch nicht nur die leibliche Nahrung stand im Mittelpunkt – an der Humboldt-Universität erhielten die Studierenden einen tiefgehenden Impuls von den Idente Missionaren zum Thema Berufung. Der Tag endete mit der Feier der Heiligen Messe in der neu eröffneten St. Hedwigs-Kathedrale, bevor es zurück nach Frankfurt (Oder) ging.
Neuzelle: Einblicke in die Mission
Der Sonntag begann mit einer Fahrt nach Neuzelle, wo die Gruppe das beeindruckende « Barockwunder » des Zisterzienserklosters besichtigte und eine Heilige Messe in polnischer Sprache feierte. In seiner Predigt lenkte ks. Pawel den Blick auf die Herausforderungen des Glaubens in der Gegend: Nur 2-4 % der Menschen in Berlin und Frankfurt (Oder) praktizieren ihren Glauben. Gerade hier sei das Zeugnis der Missionare Identes von großer Bedeutung. Bruder Theo bestätigte diese Worte und betonte, dass selbst ein kleiner Samen auf gutem Boden Frucht bringen könne – sei es in Warschau, an der Viadrina oder in El Salvador. Er erinnerte an die Worte von Fernando Rielo: „Ein Missionar genügt, um in einem und für ein ganzes Land Frucht zu bringen. Was damit weiter passiert, liegt nicht mehr in unserer Hand: Der Heilige Geist macht es fruchtbar und vermehrt die Frucht.“
Ein bewegender Abschluss
Auf dem Rückweg hielt die Gruppe an einer Mariengrotte zur charismatischen Berührung. Die Einheit, die während dieser Tage gewachsen war, wurde in diesem Moment besonders spürbar. Viele der jungen Studierenden zeigten sich tief beeindruckt: „Ich habe erkannt, wie wichtig es ist, ein Ziel zu verfolgen“, sagte einer der Teilnehmer. Eine junge Polin beschrieb den Austausch als „Balsam für die Seele“.
Die Freude über diese Begegnung bleibt nicht ohne Fortsetzung: Vom 8. bis 11. Mai 2025 wird unsere Mission zu einem Gegenbesuch im Studentenwohnheim in Warschau erwartet.