Botschaft an die Pilger des Jakobswegs a los peregrinos an ihrem 28. Geburtstag

Palma de Mallorca, 16. Juli 2015.

An meine lieben und verehrten Pilger des Idente Jakobswegs, an ihrem 28. Geburtstag.
     
Liebe Freunde und Freundinnen dieses Pilgerwegs, Zunächst einmal meine Zuneigung und mein Gebet für jeden einzelnen Pilger des Pilgerwegs nach Santiago an seinem 28. Jahrestag. Fernando Rielo, Gründer der Idente Missionare, hinterließ uns die "mystische Kirche”, von Christus anvertraut an Maria, Unserer Lieben Frau del Pilar, zu Ihrem Schutz.

Maria wiederum vertraute sie der Schirmherrschaft des hl. Jakobus an, und am Ufer des Ebro verspricht sie ihm Hilfe und Erfolg in dieser heiligen Mission. Der Apostel ging, wie ihr jetzt, zu einem Ort, der damals als “Ende der Welt” bekannt war - –finis terrae–, indem er dem Auftrag Christi folgte, das Evangelium “bis an die Enden der Welt” zu predigen (Act 1,8). Der Apostel Jakobus Santiago, erfüllte furchtlos diese Aufgabe Christi und gründete in Spanien die mystische Kirche.

Diese mystische Kirche oder von Jakobus, in Santiago de Compostela vertreten, macht die Synthese –durch María, Mutter der universellen Kirche– der Geschichte, vertreten durch des hl. Johannes, mit der johannischen Kirche; der Philosophie, vertreten durch Paulus, mit der paulinischen Kirche; des Rechts, vertreten durch Petrus, mit der Kirche von Petrus.
Das mystische Leben setzt einen asketischen Weg voraus, der den ganzen Menschen umfasst, in seiner religiösen, persönlichen, sozialen und kosmischen Umgebung, und in seiner historischen, kulturellen, künstlerischen, familiären, wissenschaftlichen Dimension. Es gibt kein Feld und keine Dimension des Menschen, das nicht durch das mystische Leben an maximalem Potential gewinnt, was nichts anderes ist als die Vereinigung in Liebe mit dem Schöpfer, Sinn stiftend für alles im Leben.

Es heißt mystisch, weil es Leben ist, das sich der Liebe öffnet und weil jeder Mensch mit der Würde geboren wurde, "Sohn Gottes" zu sein. Diese sichere Realität weist auf das Geheimnis hin, das der Mensch ist. Deshalb definiert Fernando Rielo den Menschen als ein mystisches Wesen. Eher als rational, symbolisch, sprachlich, sozial oder Handwerker, ist der Mensch ein mystisches Wesen.

Der Inhalt dieses mystische Wesens, für einen Christen, der authentisch sein will, zieht sich durch das ganze Evangelium. Wir müssen zu Christus gehen und mit ihm zusammen gehen, eine wirkliche Übung machen, das ist es, was "Askese" bedeutet: Leben mit Christus ohne einen Blick zurück zu werfen, weil er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.
Wenn Christus das göttliche Leben ist, kommuniziert er uns mit seiner Wahrheit den Weg zu unserem Ziel. Wenn ihr den Stein des Altarbilds des Portico de la Gloria seht, ein Bild, das auf das Paradies hindeutet, wird es zum Symbol dessen, was laut Fernando Rielo, der echte Pilger in diesem Leben macht: die Erde vom Himmel zu betrachten.
Wenn wir auf den göttlichen Spuren Christi zu gehen lernen, mit dem Rucksack des Glaubens und der Hoffnung und mit dem Bischofsstab der Nächstenliebe haben wir die Richtung und den Sinn unseres Lebens gefunden, und “entdecken den Himmel bei jedem Schritt”.
Die Pilger des Jakobswegs haben beschlossen, den Weg zu gehen  durch verschiedene Routen innerhalb ihrer Seele: einige machen ihn mit tiefen religiösen Sinn; andere, um ihren Glauben wachsen zu lassen; andere, um ein Versprechen zu erfüllen; andere, in einem Geist der Bekehrung; andere, ihren verlorenen Glauben wiederzugewinnen; andere, schließlich aus Neugier oder aus sportlichen Gründen.

Aber es gibt Pilger, die beginnend auf einer dieser Straßen, nicht in ihnen bleiben, sondern auf den rechten Weg der wahren Pilger finden. Dieser Weg ist Christus selbst. Aber Wohin führt diese Straße? Zum Vater: derjenige, der uns wahre Bedeutung für unser Leben, unsere Herkunft und unsere Bestimmung gibt. Das Wort "Vater", sagte Fernando Rielo, muss das Wort in dieser Welt sein, das am besten betont wird: "Wir müssen ihn mit aller Kraft lieben, mit allen unseren Kräften, dazu sind die menschlichen Kräfte nicht genug, in unserem Herzen wird eine übermenschliche Wärme geboren, latent wie ein vulkanisches Magma. Wir betreten das Tal, überqueren Wege, aber das Feuer das in uns schläft macht die Täler und Straßen zu ekstatischen Wundern unserer Reise.

Dies erfordert, dass der Pilger, der den Rhythmus, die Gewohnheiten und Routine seines Lebens unterbrochen hat, die authentische Richtung des Weges einnimmt. Dieser Weg ist der der Großzügigkeit, der Hingabe, des Dienstes, Vergebung, Teilens, Hörens, des Austausches und Zusammenlebens mit anderen Pilgern und vor allem, die mystische Freude zusammen zu gehen "um, wie Johannes Paul II sagte- zu verkünden, dass in euch die Kirche Volk Gottes auf dem Weg ist”.

Nur Mut, meine lieben Pilger! Verzichtet niemals auf eure mystische Gotteskindschaft, die euch zu echten Brüdern und Freunden macht, und die euch von Stress, Ängsten und Leiden des Lebens befreit.

In der Hoffnung, euch einmal auf der Straße des Lebens zu begegnen, umarme und segne ich euch, unter dem mystischen Schutz des hl. Jakobus und unserem Gründer, und in Gegenwart von den Heiligen Herzen von Jesus, Maria und Joseph.
                        
Jesús Fernández Hernández
                 Presidente

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